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Euromastersregatta 2018 in München

30. August 2018 in Regatta, Rennsaison 2018

Auf der Olympiastrecke fand eine der größten Regatten ihrer Geschichte statt. Für die internationale Regatta hatten sich mehr als 2500 Ruderer aus 523 Vereinen aus aller Welt angemeldet. Gerudert wird von Einer bis zum Achter in allen Bootsgattungen und Altersklassen! Das Mindestalter liegt bei 27 Jahren, der älteste Teilnehmer zählt 92 Lenze. Die Olympiaregattastrecke von 1972 gilt weltweit als eine der fairsten Wettkampfstätten im Rudern.
Viele ehemalige Olypioniken, Weltmeister und Nationalmannschaftsmitglieder aus 38 Nationen traten hier erneut gegeneinander an.
Auch 5 Ruderer/innen aus Siegburg ruderten vorne mit. Erfolgreich waren Inge Ring und Edda Stöcker zusammen mit Sabine Chavez-Torres (Kettwiger RG) und Marianne Becker (Roforeningen KVIK) im Masters Frauen-Doppelvierer D (50 J.) als auch im Mixed Doppelvierer E (55 Jahre) mit Erik Ring und Wolfgang Stöcker. Hier erruderten sie von allen gestarteten Mixed-Booten aus 4 Abteilungen sogar die zweitschnellste Zeit.
Ebenfalls ganz oben auf dem Treppchen stand Andrea Hoffmann zusammen mit Kristiane Palm (Heidelberger RK), Imke Meyer (Bremer RV) und Inge Otten (WSV Meppen) ebenfalls im Frauen-Doppelvierer D (50J.). Im Frauendoppelzweier D (50 J.) und Frauen-Doppelvierer E (55J.) erreichte sie mit Edda Stöcker sowie Inge Ring und Resi Norrenberg (RTK Germania Köln) den Silber- und im Mixed-Doppelvierer D in Renngemeinschaft mit Bremen/ Meppen den Bronzerang. Für Inge Ring glänzte es auch im Frauen-Doppelvierer C (43 J.) zusammen mit Kristiane Palm, Imke Meyer, Inge Otten bronzefarben. Im Männer-Vierer Ohne D erruderten Erik Ring und Wolfgang Stöcker mit Thomas Palm (Heidelberger RK), Gerd Meyer (Bremer RV) ebenfalls den dritten Platz, im Zweier-Ohne D (50 J.) als auch im Männer-Vierer Ohne C (43 J.) sprang für die beiden jeweils Platz 4 heraus.

U-23 WM Poznan

2. August 2018 in Regatta, Rennmanschaft, Rennsaison 2018

In der vergangenen Woche fanden die U-23 Weltmeisterschaften im Rudern in Poznan statt. Mit am Start waren auch Charlotte Körner und Janek Schirrmacher vom Siegburger Ruderverein. Körner vertrat den Deutschen Ruderverband im Frauenvierer mit Steuermann, während Schirrmacher im Männerachter an den Start ging. Der Deutsche Achter um Schirrmacher startete nicht so gut in die WM und musste in den Hoffnungslauf. Hier sicherten sie sich mit einem deutlich besseren zweiten Rennen sicher den Finaleinzug. Im Finale sollte dann nochmal alles versucht werden, um auf die Medaillenränge vorzufahren. Der Start gelang nicht perfekt aber dennoch lag der Deutsche Achter noch aussichtsreich auf Platz vier. Vom Start weg keine Rolle spielten überraschenderweise die Vorlaufsieger aus den Niederlanden und im Kampf um die Medaillen konnte sich lediglich der Achter aus den USA einen entscheidenden Vorteil auf der ersten Streckenhälfte erarbeiten. Dahinter fuhren dann die Achter aus Rumänien, Großbritannien und Deutschland dicht beieinander. Auf den dritten 500m kam der Deutsche Achter immer dichter an die Briten heran, die auf den letzten 250m aber nochmal mit einem so fulminanten Endspurt konterten, dass sie im Ziel auf die 1000/sek gleich mit den Rumänen ins Ziel kamen und im Fotofinish die Silbermedaille errangen. Der Deutsche Achter erreichte mit einem guten Rennen den undankbaren vierten Platz hinter den USA, Großbritannien, Rumänien und vor Canada und den Niederlanden.

Das Rennen vom Vierer um Körner lief weniger spannend ab. Bereits bei Streckenhälfte waren die einzelnen Positionen klar und änderten sich bis ins Ziel nicht. Trotz eines sehr guten Rennens kam das Deutsche Boot nicht über den vierten Platz hinaus und erreichte das Ziel hinter den USA, Italien und Russland. Auch, wenn der vierte Platz immer mit Wehmut verknüpft ist, können die beiden Siegburger Athleten mit ihren Leistungen äußerst zufrieden sein.

Kölner Stadtachter

25. Juli 2018 in Regatta, Rennmanschaft, Rennsaison 2018, Verein

© Wolfgang Goeritz

Am vergangenen Wochenende fand der 88. Kölner Stadtachter im Rahmen der Kölner Lichter statt. Das 2,5km lange Achterrennen ist für die Teilnehmer und Vereine der Region ein ganz besonderes Rennen. Neben den Anforderungen die der fliegende Start, die Strömung auf dem Rhein und die zehn parallel startenden Achter an die teilnehmenden Mannschaften stellt, macht vor allem die Atmosphäre und die Kulisse den Reiz dieses Rennens aus. Kurz vor dem Start geht die Sonne hinter der Domstadt unter und durch die Schifffahrtssperre strömt der größte Fluss Deutschlands für wenige Minuten so ruhig dahin, wie sonst nie im Jahr. Dann startet das Rennen und die Ruderer bekommen nur am Rande mit, durch was für eine Menschenmenge sie hindurch spurten. Erst nach dem passieren der Ziellinie am Tanzbrunnen wird ihnen die Masse bewusst, die sich am Ufer drängt und ihre Aufmerksamkeit und freudige Erwartung einen kurzen Augenblick den Sportlern der Randsportart zuwendet. Auch in diesem Jahr konnte wieder ein Achter für den Siegburger Ruderverein an den Start gehen. Als Vorjahressieger war die Erwartungshaltung im Vorfeld hoch an das Siegburger Team. Doch auch die anderen Boote im Teilnehmerfeld waren sehr stark besetzt. Besonders die Teams aus Leverkusen, Köln, Bonn, Krefeld und Aachen waren in diesem Jahr nominell extrem stark besetzt. So ruderten im Krefelder Achter gleich zwei Olympiasieger von 2012 und im Bonner Team zwei Ruderer aus dem Team Deutschlandachter. Trotz eines guten Starts fand der Siegburger Achter auf der ersten Streckenhälfte nicht gut genug in das Rennen, um das hohe Tempo der Achter aus Aachen und Krefeld mitzugehen. Zusammen mit dem Leverkusener Achter wurden die Siegburger förmlich zwischen den beiden führenden Achtern eingekeilt. Auf der zweiten Streckenhälfte kam der Siegburger Achter dann zwar immer besser in Fahrt, konnte den Rückstand auf die Medaillenplätze aber nicht mehr zufahren und erreichte das Ziel hinter Bonn, Aachen, Krefeld und Leverkusen auf dem fünften Platz. Obwohl die Platzierung am Ende nicht so gut ausfiel, wie im Vorfeld erhofft wird auch dieses Stadtachterrennen, den Siegburgern als atemberaubendes Erlebnis im Gedächtnis bleiben.

Juniorenstädteachter Luzern

20. Juli 2018 in Regatta, Rennsaison 2018, Verein

Am vergangenen Wochenende fand der III Ruderworldcup in Luzern auf dem Rotsee statt. Der Rotsee wird  von den Ruderern auch Göttersee genannt wird, weil sich der natürliche See, als ob er für einen 2000m langen Ruderwettkampf gebaut worden wäre in die wundervolle Alpenlandschaft einfügt und gleichzeitig überhaupt nicht windanfällig ist. Einmal auf diesem See zu rudern, ist für jeden Wettkampfruderer ein Traum. Und für die meisten bleibt es auch ein Traum, denn die Strecke wird lediglich für die Schweizer Staatsmeisterschaften  und den Worldcup geöffnet. Mit zum Worldcup-Programm in Luzern zählt traditionell ein Einlagerennen in der Mittagspause des Finaltages im Junioren-Städteachter, wo Junioren ihre Stadt bzw. Region im Achter vertreten. Aus der Siegburg-Bonner Trainingsmannschaft gingen Julius Lingnau (BRG), Lukas Gutsche (SRV) und Steuerfrau Paula Gradl (SRV) an den Start. Mit ihren Teamkameraden vertraten sie den Stützpunkt Rheinland-Süd als einziges deutsches Boot. Neben dem Rennen stand für die jungen Athleten natürlich das Erlebnis im Vordergrund einen Worldcup zu besuchen, wo die besten Ruderer der Welt an den Start gehen und das nicht bloß als Besucher, sondern quasi als Teilnehmer. So nutzten die Junioren dieselben Bootslager und Umkleiden, wie die großen Vorbilder vom Deutschlandachter und kamen sogar ins Gespräch mit ihren Vorbildern.

Ins Rennen fand der, recht kurzfristig zusammensetze, deutsche Achter zunächst gut hinein. Lediglich ein italienisches Boot aus der Toscana konnte sich bereits nach 500m klar in Front schieben. An der Streckenhälfte lag der Achter aus Rheinland-Süd nahezu gleichauf um Position zwei mit weiteren italienischen Booten, die für die Lombardei und den Comer See an den Start gingen. Trotz einem beherzten Rennen auf der zweiten Streckenhälfte, fiel die Crew von Steuerfrau Paula Gradl etwas auseinander und belegte im Ziel den undankbaren vierten Platz hinter den drei italienischen Booten aus der Toscana, der Lombardei und vom Comer See. Die Enttäuschung hielt sich nach  dem Rennen, dank der tollen Erfahrung zum Glück in Grenzen, so dass wenig später die ruderischen Vorbilder bei ihren Rennen angefeuert werden konnten.

Während die A-Nationalmannschaft in Luzern den III Worldcup bestritt absolviert die deutsche U-23 Nationalmannschaft bereits seit drei Wochen gemeinsam ein Trainingslager in Ratzeburg, um sich auf die U-23 WM in Poznan in der letzten Juliwoche vorzubereiten. Mit dabei sind die Siegburger Janek Schirrmacher und Charlotte Körner, die im Männerachter bzw. Frauenvierer mit Steuermann den Deutschen Ruderverband in Polen mit ihren Teams vertreten werden.

Henley Royal Regatta 2018

11. Juli 2018 in Regatta, Rennmanschaft, Rennsaison 2018

In der vergangenen Woche wurde die wohl prestigeträchtigste Ruderregatta der Welt in Henley on Thames in ihrer 179. Auflage ausgefahren. Auf dem 1 ¼ Meilen (2112m) langen Kurs gegen die Strömung der Themse werden die Rennen im k.o. Modus ausgefahren bis am Regattasonntag von den 565 gemeldeten Crews noch zwei Boote in jedem der 22 ausgefahrenen Cups übrig sind. Von den sieben startenden deutschen Booten kamen vier Boote aus dem Rheinland und an drei Mannschaften waren Athleten aus der Siegburg-Bonner Trainingsmannschaft beteiligt. Im Thames Challenge Cup, dem Achterrennen auf Clublevel, ging sogar erstmals ein Achter für die Bonner Rudergesellschaft an den Start. Nach dem Einzug in die besten 32 Boote setzte sich die Mannschaft zunächst gegen das Team aus Bristol durch und sicherte sich mit einem beherzten Schlussspurt gegen den Achter des Agecroft RCs aus Manchester den Einzug ins Viertelfinale. Hier musste sich das Team dann aber den Titelverteidigern und späteren Siegern vom Thames RC geschlagen geben. Im Ladies Plate, dem Achter auf intermediate Level, erreichte der deutsche Achter, der für den Berliner RC startete, um Felix Krane (BRG), gegen den Achter vom Sydney Rowing Club trotz einiger Probleme auf der Strecke das Halbfinale. Für das Halbfinale wurde dann noch Niklas Mäger (SRV), aus dem ausgeschiedenen Clubachter, eingewechselt, weil Rene Schmela (Berliner RC) durch einen Infekt geschwächt kein weiteres Rennen absolvieren konnte. Trotz eines beherzten Rennens konnte der Achter um Krane und Mäger den Titelverteidigern der Oxforsbrooks University, die im Finale am Sonntag einen neuen Streckenrekord aufstellten, nichts entgegensetzen.

Im Prince of Wales Challenge Cup, dem Doppelvierer auf intermediate Level, startete noch Heiner Schwartz (SRV) in einer Renngemeinschaft mit Leverkusen und Essen. Nach dem Einzug in die besten 16 Boote gab es zunächst ein sehr knappes Rennen gegen ein für Lyon startendes französisches Boot, mit besserem Ausgang für das deutsche Team. Überraschend souverän gelang der Einzug ins Halbfinale gegen eine Mannschaft der Reading University. Hier traf der Vierer um Schwartz dann auf den englischen U-23 Doppelvierer und das deutsche Boot schied leider zu deutlich aus.

Neben der Regatta in England nahm auch ein Teil der Siegburg-Bonner Trainingsmannschaft an der Kaiser-Regatta in Bad-Ems teil. Im Hauptrennen, dem „Kaiser-Vierer“, in dem die siegreiche Mannschaft einen 1884 von Kaiser Wilhelm I gestifteten Pokal erhält nahmen Peter Finkl (BRG), Andre Ring (SRV), Julius Lingnau (BRG), Lukas Effert (GTRVN) und Steuerfrau Eliane Gehlen (SRV) teil. Leider musste sich die Siegburg-Bonner Renngemeinschaft auf der 350m Sprintstrecke den Routiniers vom Limburger Sprintteam geschlagen geben.