Ruderordnung

1. Zweck

Die Ruderordnung des Siegburger Rudervereins soll Möglichkeiten und den Rahmen für die Ausübung unseres Sportes aufzeigen. Sie gilt für Mitglieder und Gäste auf dem Hausrevier der Sieg zwischen dem Siegwehr und der Autobahnbrücke der A 560 und sinngemäß auch auf anderen Ruderrevieren.

2. Ausbildung

Voraussetzung für die Ausübung des Rudersports ist die Fähigkeit ausreichend schwimmen zu können. Die Ausbildung erfolgt durch Übungsleiter, unter Mithilfe erfahrener Ruderer. Ausführliche Unterweisung in Bootskunde, Ruder- und Steuertechnik, Fachbegriffen, Fahrregeln, Umwelt- und Naturschutz und Behandlung des Materials sind durchzuführen. Die Ausbildung endet mit einer praktischen Prüfung für Ruderer, Steuerleute und Bootsobleute, die von den Übungsleitern abgenommen wird. Erst dann darf eigenverantwortlich gerudert bzw. gesteuert werden. Bootsobleute müssen mindestens 15 Jahre alt sein. Bei Minderjährigen muss das schriftliche Einverständnis der Erziehungsberechtigten für diese Qualifikation vorliegen.

3. Allgemein

Die Sicherheitsrichtlinie Deutschen Ruderverbandes ist Bestandteil dieser Ruderordnung. Bei der Ausübung des Rudersports sind die Grundsätze des Umwelt- und Naturschutzes zu beachten.Das Rudermaterial des Vereins steht allen Mitgliedern zur Verfügung. Ausnahmen gelten für Material des Wettkampfsports. Schulen oder vergleichbaren Einrichtungen kann Rudermaterial zur Nutzung zur Verfügung gestellt werden. Sie haften für die durch sie verursachten Schäden. Die Schadensregulierung bestimmt der Vereinsvorstand.Verboten ist das Rudern vor Sonnenaufgang, nach Sonnenuntergang, bei Gewitter, ab Starkwind (> Windstärke 6 Bft.), bei dichtem Nebel (Sichtweite unter 100 m), bei Eisgang, und bei Hochwasser, wenn der Stegzugang überflutet ist – Pegelstand > 250 cm. Bezug ist der Pegel Kaldauen *). Fahrtgrenze ist bei einem Pegelstand von < 90 cm (Mittelwasserstand) der Kaldauer Kanal. Der Bereich oberhalb des Kaldauer Kanals darf nur von erfahrenen Steuerleuten ab einem Pegelstand > 90 cm befahren werden.

Ob- bzw. Steuerleute dürfen nicht durch Alkohol, Medikamente, Drogen oder Übermüdung beeinträchtigt sein.Vor jeder Fahrt hat der für das Boot Verantwortliche (i.d.R. die Steuerleute / Bootsobleute oder die Ausbilder) das Material auf Rudertauglichkeit zu prüfen, das Fahrtenbuch vollständig und leserlich auszufüllen Der an Nr. 1 eingetragene Ruderer ist der Verantwortliche. Bootsüberprüfungen/-einstellungen erfolgen in den Böcken – nicht am Steg! Änderungen der Einstellungen sind auch auf dem Wasser zulässig.

Auf der Sieg herrscht Rechtsverkehr. Es ist grundsätzlich dicht am jeweilig rechten Ufer zu fahren, soweit Kribben und Sandbänke dies erlauben. Boote ohne Steuer / mit Fußsteuer haben dies besonders zu beachten. Es ist ausreichend Abstand von zu überholenden oder begegnenden Booten zu wahren. Überholt werden darf nur bei ausreichend freier Sicht. Das Wenden der Boote zum Anlegen erfolgt mit Sicherheitsabstand zum Wehr. Das Ansteuern zum Bootssteg hat i.d.R. gegen die Strömung, vorsichtig und möglichst berührungsfrei zu erfolgen. Nach der Fahrt ist das Boot auf Vollständigkeit und Schäden zu überprüfen. Es sind Ankunftszeit, Kilometerzahl und ggf. entstandene Schäden einzutragen (s. 6 Materialschäden). Das benutzte Bootsmaterial ist zu reinigen.

4. Wettkampfsport

Bestimmtes Bootsmaterial ist ausschließlich dem Wettkampfsport vorbehalten. Art und Umfang bestimmt der Sportvorsitzende. Es darf von anderen Ruderern nur mit Zustimmung der Trainer benutzt werden. Die Trainer sind verantwortlich für Zustand und Pflege des von ihren Rennruderern genutzten Materials, Ordnung und Sauberkeit. Über die Teilnahme an Regatten und Trainingslagern entscheidet der Sportvorsitzende.

5. Wanderrudern

Wanderfahrten sind Veranstaltungen, bei denen nicht auf dem Sieg-Hausrevier gerudert wird. Sie sind vom Vorstand zu genehmigen. Termine für Wanderfahrten sind dem Bootswart mindestens einen Monat vorher mitzuteilen. Für jede Wanderfahrt ist vom Vorstand ein verantwortlicher Leiter einzuteilen. Er ist allen Teilnehmern gegenüber weisungsbefugt und bestimmt die Steuer-/Obleute, die verantwortlich und weisungsbefugt in ihren Booten sind.

Auf Wanderfahrten sind Vereins- und Verbandsflagge mitzuführen. Die vom DRV und Schifffahrtsämtern vorgegebenen Sicherheitsmaßnahmen sind einzuhalten, die entsprechenden Hilfs- und Rettungsmittel sind mitzuführen. Über die Nutzung von Booten und Material für Wanderfahrten entscheidet der Bootswart.

6. Materialschäden

Materialschäden und sonstige Vorkommnisse sind nach Fahrtende sofort in das Fahrtenbuch einzutragen. Schäden/Verluste sind zusätzlich dem Bootswart schriftlich unter Angabe von Namen und ggf. Telefonnummer mitzuteilen. Schadmaterial wie z.B.: abgebrochene Teile sind möglichst zu bergen und beizulegen. Ist der Verursacher eines Materialschadens nicht zu ermitteln, wird auf die letzte Eintragung im Fahrtenbuch zurückgegriffen.

Der eigenmächtige Austausch von Materialien von Boot zu Boot ist nicht gestattet. Der Bootswart entscheidet über die Sperrung von Bootsmaterial und kann Mitglieder zur Hilfe bei Wartung, Reparatur und Transport heranziehen.

7. Verstöße gegen die Ruderordnung

Diese werden zunächst durch Rudersperre geahndet, die durch den Vorsitzenden, den Sportvorsitzenden, die Trainer und Übungsleiter ausgesprochen werden kann. Der Bootswart kann dies nur, wenn Bootsmaterial betroffen ist. Vorstandsmitglieder werden nur durch den Vorsitzenden gesperrt. In gravierenden Fällen entscheidet der Vorstand über weitere Maßnahmen. Bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit verhängt der Vorstand adäquate, mindestens kostendeckende Geldbußen, dies gilt ins besonders bei Sachschäden.

gez. Scharenberg
1. Vorsitzender

Stand: 10. Februar 2015

Weiteres Material (PDF) zum download:

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