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Kleinbootmeisterschaften in Brandenburg

20. April 2015 in Regatta, Rennmanschaft, Rennsaison 2015

DSCF3879 DSCF3929 DSCF3935Am Wochenende fanden die Deutschen Kleinbootmeisterschaften in Brandenburg auf dem Beetzsee statt. Für die Athleten ging es nicht nur um die begehrten Meisterschaftstitel im Einer und Zweier ohne. Die Kleinbootmeisterschaften stellen eine der wichtigsten Leistungsüberprüfungen des DRV (Deutschen Ruderverbandes) auf dem Weg in die A bzw. U-23 Nationalmannschaft dar. Bei schwierigen aber fairen Bedingungen gab es einige Überraschungen am Wochenende. Eine der kleinsten war hierbei, dass Altmeister Marcel Hacker (Magdeburg) im Finale des Männereiners Stephan Krüger (Rostock) den Vortritt lassen musste. Insgesamt gab es in allen Bootsklassen über Vorlauf, Viertelfinale, Halbfinale und in allen Finals packende Rennen mit teilweise unerwartetem Ausgang. Diese enge Leistungsdichte im Kleinboot ist zunächst ein sehr gutes Zeichen für den Verband auf dem Weg zu den olympischen Spielen in Rio, doch sie erschwert gleichzeitig die Mannschaftsbildung der Groß- und Mittelbootsklassen. Keine leichte Aufgabe für Trainer und Funktionäre, anhand dieser Ergebnisse die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Auch zwei Siegburger Athleten waren im leichten Männereiner auf dem Beetzsee mit am Start. Leider konnten beide nicht in die ersten beiden Finals hineinfahren. Yannik Bauer zeigte zunächst zwei gute Rennen, hatte aber im Vorlauf keine Chance sich in die Viertelfinals der besten 24 Boote hineinzufahren. Im Viertelfinale zog er dann zwar ins Halbfinale der Plätze 25 bis 36 ein, danach war aber die Luft für das Wochenende raus. Nach einem schlechten Halbfinale und Finale belegte er in der Endabrechnung Platz 35. Besser lief es für Patrik Stöcker. Nachdem er im Winter und Frühjahr sehr große Probleme mit Grippe und Erkältungen hatte, rechnete er sich nicht viel für den Wettkampf aus, kam aber von Rennen zu Rennen besser in die Regatta hinein. Im Vorlauf zog er deutlich in die Rennen der besten 24 ein, obwohl er einige Fehler machte. Im Viertelfinale musste er sich trotz einer besseren Leistung als im Vorlauf Jonathan Rommelmann (Krefeld), der später immerhin die Bronzemedaille im Finale A erreichte, geschlagen geben und verpasste somit die Läufe der besten 12. Im Halbfinale und Finale lief es dann noch ein Stück besser für Stöcker und er belegte in der Endwertung einen guten 14. Platz.

Schnupperkurs Ostern und Belgische Meisterschaften in Gent

14. April 2015 in Regatta, Rennmanschaft, Rennsaison 2015

DSCF3841In der zweiten Woche der Osterferien fand der erste Schnupperkurs für Jugendliche am Siegburger Ruderverein statt. Bei bestem Wetter und Sonnenschein machten die zwölf Teilnehmer an vier Tagen riesige Fortschritte. Einige schafften es am Ende des Kurses sich bereits sicher im Skiff (schmaler Einer) zu bewegen und die Sieg zu befahren.

Für die Rennmannschaft des Siegburger Ruderverein ging es am letzten Wochenende der Osterferien nach Gent. Auf dieser ersten 2000m Regatta des Jahres ging es für die Sportler vor allem darum Erfahrungen zu sammeln. Aber auch um die ersten Titel und Medaillen des Jahres, denn bei der internationalen Genter Frühregatta werden gleichzeitig die belgischen und flämischen Meister ermittelt.

Die leichten Juniorinnen B (U-17) des Siegburger Ruderverein sind noch davon entfernt in die Titelkämpfe einzugreifen zeigten aber engagierte Rennen. Im Doppelzweier belegten Franka Hammerstingl und Eliane Gehlen am Samstag Platz 19 und am Sonntag Platz 17. Im Doppelvierer fuhren sie zusammen mit Hannah Nehring und Valerie von Eisenhart am Samstag auf Platz 12.

DSCF3848 DSCF3876Sehr erfolgreich verlief das Wochenende für Luis Wuggazer. Am Samstag belegte er mit seinen Teamkollegen aus Leverkusen und Köln jeweils den dritten Platz in der Gesamtwertung im Junioren B Doppelvierer und Vierer mit Steuermann. Am Sonntag konnten er und Steuerfrau Eliane Gehlen gleich zwei Titel bei den belgischen Meisterschaften einfahren. Sowohl im Vierer mit als auch im Achter fuhren sie mit ihrer Mannschaft ganz nach vorne und sicherten sich den ersten Platz. Für Sebastian Homberg lief es in der Junioren A (U-19) Altersklasse durchwachsen. Am Samstag konnte er mit seinen Mannschaftskameraden aus Leverkusen im Doppelvierer zwar deutlich seine Abteilung gewinnen, belegte aber in der Gesamtwertung mit zwei Zehnteln Rückstand nur den zweiten Platz. Am Sonntag im Finale, um die belgischen Meisterschaften legte sich die Mannschaft um Homberg dann aber direkt in Führung und sicherte sich deutlich den Titel des belgischen Meisters. Im Einer lief es für Homberg am Samstag schlecht. Bei seinem Einer hatte sich, vermutlich beim Transport der Ausleger etwas verbogen. Ohne dies zu bemerken ging er auf Wasser und belegte bei ohnehin schwierigen Außenbedingungen in der Gesamtwertung nur Platz 61. Am Sonntag, dann wieder mit eingestelltem Boot fuhr er deutlich nach vorne, belegte Platz zwei in seiner Abteilung und den 20. Platz in der Gesamtwertung. In der offenen Männeraltersklasse ging Yannik Bauer im leichten (72,5kg) Männereiner an den Start. Für ihn war die Regatta die Generalprobe für die nächste Woche stattfindende Kleinbootmeisterschaft in Brandenburg. Gleichzeitig also auch die letzte Möglichkeit nochmal ein paar Dinge auszuprobieren. In zwei nicht optimalen Rennen belegte er bei starker Konkurrenz Samstag Platz 17 und Sonntag Platz 14 in der Gesamtwertung. Im Männer Vierer ohne ging Heiner Schwartz zusammen mit Ruderern aus Leverkusen an den Start. Am Samstag konnte die Mannschaft um Schwartz zwar souverän ihre Abteilung gewinnen, in der Gesamtwertung belegten sie aber lediglich Platz 5. Beim Finale am Sonntag sollte dies geändert werden. Die Mannschaft von Schwartz legte sich zusammen mit Booten aus England, Belgien und einem weiteren Leverkusener Boot an die Spitze, lediglich ein zweites englisches Boot viel vom Start weg zurück. Bei etwa 500 geruderten Metern kollidierten dann die dritt- und viertplatzierten Mannschaften aus Leverkusen und Belgien. Die Mannschaft von Schwartz fuhr weiterhin in Führung dicht gefolgt von der englischen Mannschaft, während die anderen Boote zurückfielen. Erst bei 1000m erfolgte der Rennabbruch durch den Schiedsrichter. Das zweite Leverkusener Boot wurde wegen Behinderung ausgeschlossen und das Rennen neu gestartet. Hier lief es für die Mannschaft von Schwartz nicht mehr so rund. Sie wurden dritte in ihrer Abteilung und gesamt belegten sie nur Platz acht. Im Achter lief es besser für Schwartz. Hier ruderten er Janek Schirrmacher und Yannik Bauer zusammen mit ihren Teamkameraden aus Leverkusen an beiden Tagen souverän auf Platz 1 und sicherten sich somit am Sonntag den insgesamt vierten Titel für den Siegburger Ruderverein bei den internationalen belgischen Meisterschaften 2015.

DRV Kaderüberprüfung Leipzig und Trainingslager Hildesheim

10. April 2015 in Allgemein, Rennmanschaft, Rennsaison 2015

DSCF3542Am vorletzten Wochenende nahmen drei Sportler des Siegburger Rudervereins an der ersten Überprüfung des Deutschen Ruderverbandes im Jahr 2015 in Leipzig teil. Am Samstag mussten sie zunächst auf dem Ruderergometer ihre physiologische Leistungsfähigkeit über die virtuelle Distanz von 2000m nachweisen und am Sonntag eine 6000m Langstrecke im Kleinboot (Einer oder Zweier ohne) absolvieren. Für Patrik Stöcker gehört die Überprüfung in Leipzig bereits seit Jahren zur Routine der Saison. Leider hatte ihn die Grippe bis eine Woche vor der Überprüfung, über mehr als drei Wochen, am Training gehindert. So war für ihn, zumindest auf dem Ergo, nicht an neue Bestwerte zu denken. Trotzdem machte er seine Sache gut und blieb mit einer Endzeit von 6:27min nur knappe zwei Sekunden über seinem bisherigen Bestwert auf dem Ergometer und belegte Platz 22 bei den leichten Skullern. Auf dem Wasser hatte Stöcker sich mehr vorgenommen. Die ersten 3000m liefen auch sehr gut bei dem Siegburger, danach machte sich technisch und körperlich das verpasste Training bemerkbar und sein Tempo ließ immer weiter nach. Am Ende landete er auf Platz 19 im leichten Männereiner. Auch für Yannik Bauer, für den 2015 die erste komplette Saison als Leichtgewicht werden soll, lief es nicht rund. Zunächst hatte er Probleme beim Gewichtsmanagement und schaffte erst kurz vor dem Ende der Wiegezeit, mit dem Maximalgewicht (72,5kg) für den Ergotest zugelassen zu werden. Das wirkte sich auf seine Leistung im Test aus und er verfehlte seinen bisherigen Bestwert um 5sek. Mit 6:35min für die virtuellen 2000m landete er auf Platz 34. Obwohl Bauer am Sonntag mit dem Gewicht keine Probleme hatte, lief es im Boot auch nicht so gut, wie es das Training erwarten ließ. In 24:17min landete er auf Platz 36. Für Janek Schirrmacher und seinen Partner, Jakob Gebel (Crefelder RC) fing das Wochenende zunächst gut an. Beide stellten ihren bisherigen Bestwert auf dem Ergo ein und Janek landete im Ranking der schweren Riemer mit 6:04min auf Platz 30. Im Zweier ließen es die beiden dann leider nicht ganz so gut laufen und belegten mit 22:50min den 22. Platz.

DSCF3703 DSCF3709Während Schirrmacher nach der Langstrecke nach Hause bzw. Krefeld reiste, um neben dem Training die bevorstehenden Abiturprüfungen besser vorbereiten zu können, ging es für Bauer und Stöcker nach Hildesheim ins Trainingslager. Bereits vor ihnen eingetroffen, war die restliche Trainingsgruppe des Siegburger Rudervereins. Zusammen mit Sportlern der anderen Vereine aus der Köln-Bonner Region sollte sich hier in zehn gemeinsamen Trainingstagen auf die kommende Wettkampfsaison vorbereitet werden. Gerade für die jüngeren Sportler bietet ein solches Trainingslager die Möglichkeit viel Großboot (Vierer und Achter) zu fahren, was sonst nur am Wochenende, beim Stützpunkttraining in Köln Fühlingen regelmäßig realisiert werden kann. Obwohl das Wetter zunächst alles daran setzte das Trainingslager im wörtlichen Sinne zu verwehen und zu verhageln lief es insgesamt sehr gut und es musste keine Einheit auf dem Wasser ausfallen. Dies ist besonders der windgeschützten Lage des Mittelland-Stichkanals in Hildesheim zu verdanken. Während sonst in Deutschland fast überhaupt nicht gerudert werden konnte, wurden in Hildesheim zweimal täglich 15-24km gerudert und zusätzlich ein Lauf-, Athletik- oder Krafttraining absolviert und nun kann die Saison starten.