Fahrtenbericht Vogalonga 2026
25 SRV-Ruderer machten sich zur 50. Vogalonga nach Venedig auf Lagunenfahrten, Dolce Vita, Burano, Murano und als Höhepunkt 30 Kilometer durch ein beeindruckendes Feld aus 2.500 Booten.
Wanderfahrt mit Rudern, Urlaubsfeeling, DolceVita und mit dem Highlight der 50. Vogalonga
Die Vogalonga, eine Wassersportveranstaltung für muskelbetriebene Wasserfahrzeuge wurde 1975 erstmalig ausgetragen als Protestveranstaltung gegen den Motorbootverkehr in der Lagune von Venedig. An der diesjährigen 50. Jubiläumsausgabe nahmen ca. 2.500 Boote mit 9.000 Teilnehmenden teil.
Am 19.05.2026 machte sich das Transportteam mit dem Vereinsbus und Anhänger auf den ca. 1.100 km langen Weg nach Venedig zur Punta Sabbioni. Dort hatte der Fahrtenleiter Andreas Schleimer-Noll Bungalows für 25 Ruder:innen und 2 Fans auf dem Campingplatz Camping Village Cavallino direkt am Meer gebucht. Nach 20 stündiger Fahrt mit einer kurzen Schlafpause kamen die Boote auf dem Campingplatz an.
Nach dem Bezug der Bungalows und dem Eintreffen weiterer Teilnehmer:innen fuhren wir zur Wasserungsstelle, die auf der Lagungenseite in Treporti lag. Nach dem Aufriggern ging es zurück auf den Campingplatz und wir ließen den Abend gemütlich bei einem Gläschen Limoncello oder Aperol Sprizz ausklingen.
Nachdem im Laufe des Abends am 20.05.2026 nahezu alle Ruder:innen eingetroffen waren ging es am Donnerstag, den 21.05.2026 auf eine 25 km lange Probetour zum Bacino di San Marco – gegenüber vom Markusplatz. Aufgrund der guten Wetterverhältnisse war die Fahrt durch die Lagune trotz des intensiven Motorbootverkehrs recht gut zu bewältigen. Nach der Rückkehr auf den Campingplatz gingen viele von uns an den Strand und genossen ein Bad im Meer. Den Abend ließen wir bei einer HappyHour und einem anschließenden Abendessen im Restaurant des Campingplatzes ausklingen.
Am Freitag ging es um 08:30 Uhr bereits wieder zu den Booten auf dem Bootslagerplatz. Nach dem Wassern der Boote machten wir uns auf die ca. 20 km lange Strecke nach Burano. Die Insel mit den bunten kleinen Häuschen und dem schiefen Kirchturm war vom Wasser aus sehr schön anzusehen. Von dort aus ging es weiter nach Torcello, einem Ort mit einer berühmten Kirche, die schon von Ernest Hemingway besucht wurde. An diesem Tag war es so heiß, dass wir uns für den Strand als Nachmittagsprogramm entschieden. Auch diesen Abend ließen wir bei ein paar kühlen Getränken gemütlich ausklingen.
Der Samstag der Wanderfahrt bot den Teilnehmenden die Möglichkeit zum Sightseeing in Venedig und den umliegenden Inseln. Zudem holte der Fahrtenleiter die Startnummern, T-Shirts und Poster beim Organisationsbüro ab. Den Abend ließen einige der Ruder:innen am Strand mit einem Sundowner ausklingen.
Am Sonntag war es dann endlich soweit – es ging schon morgens um 06:00 Uhr los zum Lagerplatz der Boote. Dort angekommen statteten wir die Boote mit den Batterien für die bereits installierten Pumpen aus. Ebenso brachten wir die Deko-Girlanden, die das Team um Maritta Clarenz organisiert hatte an. Ebenso gab es für jeden Teilnehmenden einen blau weißen Fischerhut mit Vogalonga und einem Ruderboot Aufdruck. Dazu ruderten wir einheitlich im typischen blau weißen Ringellook des Siegburger Rudervereins.
Die Überfahrt am Morgen war dann doch recht wellig, da der Motorboot- und Vaporettoverkehr in der Lagune noch in großem Umfang fuhr. Vor der Einfahrt in das Bacino di San Marco trafen wir auf ein Ruderboot der Rudergesellschaft Niederkassel, die ebenfalls an der Vogalonga teilnahm. Nach der Einfahrt ins Bacino gab es alle möglichen Arten von Bootstypen von Großgondeln über Drachenboote bis hin zu Stand-Up-Paddlern zu sehen. Auch Stephan Möckel, der mit einer Gruppe vom ARC Rhenus Bonn teilnahm, trafen wir dort. Punkt 09:00 Uhr ertönte der Böllerschuss zum Start und die 2.500 Boote machten sich auf die ca. 30 km lange Strecke. Besonders herausfordernd war das Steuern der Boote in dem wirklich vollen Starterfeld. Ein ständiges Stop an Go. Es ging auf einem gewundenen Kanal auf der Rückseite der Insel San Erasmo entlang nach Burano und dann weiter an Murano vorbei wieder nach Venedig hinein.
Die Einfahrt in den Canale de Canareggio gestaltete sich für die meisten unserer Boote recht schwierig, da der Andrang bei der Einfahrt trotz der Anweisungen der Wasserschutzpolizei recht groß war. Eigentlich konnte man sich nur dort hineintreiben lassen – mit lang gelegten Rudern eine leicht wackelige Angelegenheit. In der Mitte des Kanals vereinzelten dann Taucher mit Gummihelmen die Boote und so ging es dann deutlich leichter durch die Brücken des kleinen Kanals. Überall am Rand applaudierten Schaulustige. Über den Canale Grande ging es weiter mit dem großen Highlight – der Durchfahrt unter der Rialto Brücke. Am Ende gab es an einem schwimmenden Ponton noch die Teilnahmemedaillen für die Ruder:innen.
Die sehr wellige Überquerung des Kanal Giudecca war die erste Herausforderung auf dem Rückweg. Allerdings war auch der restliche Weg zum Lagerplatz sehr wellig, da anscheinend besonderes viele Boote nach der Sperrung unterwegs waren. Um 16:30 Uhr waren dann alle Boote wieder zurück.
Wir ließen den Abend bei einem gemütlichen gemeinsamen Abendessen im Restaurant ausklingen und genossen noch ein paar kühle Drinks nach dem doch recht anstrengenden Tag.
Am Montagmorgen fuhren wir nach dem Packen und dem Aufräumen der Bungalows zum Bootslagerplatz und verluden dort die Boote und alles Zubehör und machten uns auf den 17 Stunden langen Heimweg.
Insgesamt war es eine tolle Wanderfahrt und wir waren sicher nicht zum letzten Mal bei dieser schönen Veranstaltung und auf diesem Campingplatz. Ein großer Dank auch an alle Teilnehmenden, die sich immer toll eingebracht haben und damit auch zum Gelingen der Wanderfahrt beigetragen haben.
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